Mit der in Version 1.0 von der texanischen Firma Calpont veröffentlichten InfiniDB gibt es ein weiteres Produkt, das die freie Datenbank MySQL für analytische Aufgaben wie Datamining und Business Intelligence aufrüstet. Kernstück von InfiniDB ist ein Backend ("Engine"), das die Daten zeilenorientiert verwaltet. Die nötige MySQL-Datenbank 5.1.39 ist fest mit dem Backend verbunden. Da es weder im Quellcode noch in der InfiniDB-Dokumentation Hinweise auf andere Storage Engines gibt, scheint es sich um eine beschnittene Variante zu handeln.
Oracle hat die Übernahme von Sun Microsystems abgeschlossen und einen Ausblick auf die Zukunft von Suns Produkten gegeben. Die Investitionen in Sparc, Solaris, Java und MySQL sollen erhöht werden.
Insgesamt 14000 Unterschriften hat Michael Widenius gesammelt, um gegen die Übernahme der quelloffenen Datenbank zu protestieren. Der Erfinder des Systems traut Oracle-Chef Ellison nicht über den Weg.
Der US-Softwarehersteller Oracle hat gegenüber der EU-Kommission zugesagt, das Datenbankverwaltungssystem MySQL "weiterhin zu fördern" und unter der Open-Source-Lizenz GPL bereitzustellen. Der Quellcode und das Referenzhandbuch sollen weiterhin kostenlos verfügbar sein. Das geht aus einer Mitteilung von heute hervor. Außerdem wolle Oracle Details der Software, die andere benötigen, um mit MySQL zu arbeiten, verfügbar machen und einige der damit zusammenhängen Copyrights nicht geltend machen. Die EU-Kartellwächter hätten darauf bereits positiv reagiert, berichtet das Wall Street Journal.
Gut vier Jahre nach dem Erscheinen der ersten Version von MySQL 5.0 stellt Sun den aktiven Support für diese Variante der freien Datenbank zum 31.Dezember dieses Jahres ein. Das Unternehmen wird in Zukunft keine aktualisierten Binärpakete mehr bereitstellen.
"Erweiterte" Unterstützung (extended lifecycle support) gibt es noch weitere zwei Jahre. In diesem Zeitraum werden nur noch Sicherheitslücken beseitigt und besonders schwere Fehler korrigiert. Diese Leistungen bekommen jedoch nur Kunden mit kostenpflichtigen Wartungsverträgen.
Oracle plant angeblich, MySQL im Zuge der Übernahme von Sun in eine eigene Geschäftseinheit auszulagern. Das berichtet die New York Post unter Berufung auf zwei ungenannte Quellen.
Um einen unabhängigen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, wolle Oracle vorschlagen, MySQL vom Rest der Unternehmens abzuschotten. Der Vorschlag solle die Bedenken der Europäischen Kommission gegen die Übernahme ausräumen. Eine offizielle Stellungnahme von Oracle zur dem Bericht steht noch aus.
Ähnlich wie eine Firewall das eigene Netz vor TCP/IP-Angriffen von außen schützt, soll das freie GreenSQL Datenbanken vor Attacken durch SQL-Kommandos bewahren. Version 1.2 unterstützt neben MySQL erstmals PostgreSQL und enthält ein grafisches Werkzeug zum Konfigurieren und Überwachen der Firewall.
In einer neuen FAQ-Sammlung geht Oracle auf die einzelnen Sun-Aktivposten ein und nimmt über Sparc und Solaris hinausgehend Stellung: Auch die Java-, MySQL- und Open-Office-Fragen sind damit vorerst geklärt.
Monty Widenius, Erfinder der freien Datenbank MySQL und jahrelang Chefentwickler der gleichnamigen Firma, möchte sein Kind nicht länger in den Händen von Oracle sehen. Er teile die Bedenken der EU-Kommission gegen die Übernahme des jetzigen MySQL-Eigentümers Sun durch Oracle, schreibt er in einer Pressemitteilung.
Für das Backup- und Recovery-Paket »sesam 3.6« hat das oberbayerische Softwarehaus SEP ein neues Software-Modul zur Online-Sicherung von Ingres-Datenbanken freigegeben. Neben Ingres sicherte die Software bislang bereits auch BM-DB2-, Informix-, Oracle-, MAX-DB-, MS-SQL-, MySQL- und PostgreSQL-Datenbanken unterbrechungsfrei.