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Die Datenbank-Community diskutiert derzeit intensiv über "NoSQL-Datenbanken". Diese Datenbanken verzichten bewusst auf Funktionen, die in ihren relationalen Pendants inzwischen Standard sind, und konzentrieren sich stattdessen auf Spezialanforderungen insbesondere in Web-(2.0-)Anwendungen, bei denen relationale Datenbanken an ihre (Performance-)Grenzen stoßen. Ein Vertreter der neuen Datenbankgeneration ist CouchDB. Mit ihr erfolgt die Speicherung dokumentenbasiert und ohne explizite Schemadefinition.
Mit der in Version 1.0 von der texanischen Firma Calpont veröffentlichten InfiniDB gibt es ein weiteres Produkt, das die freie Datenbank MySQL für analytische Aufgaben wie Datamining und Business Intelligence aufrüstet. Kernstück von InfiniDB ist ein Backend ("Engine"), das die Daten zeilenorientiert verwaltet. Die nötige MySQL-Datenbank 5.1.39 ist fest mit dem Backend verbunden. Da es weder im Quellcode noch in der InfiniDB-Dokumentation Hinweise auf andere Storage Engines gibt, scheint es sich um eine beschnittene Variante zu handeln.
Oracle hat die Übernahme von Sun Microsystems abgeschlossen und einen Ausblick auf die Zukunft von Suns Produkten gegeben. Die Investitionen in Sparc, Solaris, Java und MySQL sollen erhöht werden.
MySQL-Begründer Monty Widenius hat einen Release Candidate für den MySQL-Fork MariaDB freigegeben. MariaDB 5.1 soll kompatibel mit dem im November 2008 veröffentlichten MySQL 5.1 sein, erweitert um Patches und neue Features. Die zusätzlich hinzugekommenen Funktionen seien schon länger verfügbar, erklärte Widenius. Deswegen geht er von einem "sehr stabilen" Release Candidate aus. Mit einer finalen Freigabe sei dem MySQL-Gründer zufolge in naher Zukunft zu rechnen.
Insgesamt 14000 Unterschriften hat Michael Widenius gesammelt, um gegen die Übernahme der quelloffenen Datenbank zu protestieren. Der Erfinder des Systems traut Oracle-Chef Ellison nicht über den Weg.
Unter dem Link http://code.google.com/p/entropydb/ kann man eine quelloffene Objektdatenbank EntropyDB für die Betriebssysteme OS X und iPhone OS herunterladen. Die aktuelle Version ist 1.1 (stable) bzw. 1.2 (developer preview).
Es können beliebige Objekte gespeichert werden, ohne dass Annotationen manuell geschrieben werden müssten. Der Quellcode steht under der LGPL-Lizenz zur Verfügung.
Das PostgreSQL Projekt hat Minor Versionen aller unterstützten Branches veröffentlicht, die Versionen sind: 8.4.2, 8.3.9, 8.2.15, 8.1.19, 8.0.23, und 7.4.27. Dieses Release beseitigt ein als moderat und ein als niedrig eingestuftes Sicherheitsproblem: ein SSL Authentifizierungsproblem und ein Problem mit erweiterten Zugriffsrechten bei Indicies. Alle PostgreSQL Datenbankadministratoren sind angehalten, ihre Versionen von PostgreSQL zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu aktualisieren.
Der US-Softwarehersteller Oracle hat gegenüber der EU-Kommission zugesagt, das Datenbankverwaltungssystem MySQL "weiterhin zu fördern" und unter der Open-Source-Lizenz GPL bereitzustellen. Der Quellcode und das Referenzhandbuch sollen weiterhin kostenlos verfügbar sein. Das geht aus einer Mitteilung von heute hervor. Außerdem wolle Oracle Details der Software, die andere benötigen, um mit MySQL zu arbeiten, verfügbar machen und einige der damit zusammenhängen Copyrights nicht geltend machen. Die EU-Kartellwächter hätten darauf bereits positiv reagiert, berichtet das Wall Street Journal.
Gut vier Jahre nach dem Erscheinen der ersten Version von MySQL 5.0 stellt Sun den aktiven Support für diese Variante der freien Datenbank zum 31.Dezember dieses Jahres ein. Das Unternehmen wird in Zukunft keine aktualisierten Binärpakete mehr bereitstellen.
"Erweiterte" Unterstützung (extended lifecycle support) gibt es noch weitere zwei Jahre. In diesem Zeitraum werden nur noch Sicherheitslücken beseitigt und besonders schwere Fehler korrigiert. Diese Leistungen bekommen jedoch nur Kunden mit kostenpflichtigen Wartungsverträgen.